Warum ich den Begriff Modeschmuck nicht mag...
Vom 10.09.2008 • 2366 Ansichten • 0 Kommentar(e)
Nachdem ich euch jetzt schon einen kleinen Überblick über meine Werke geben konnte, möchte ich heute mal über etwas Allgemeines berichten.
Euch ist vielleicht schonmal aufgefallen, dass ich kaum bis nie den Begriff "Modeschmuck" für meine Schmuckstücke verwende. Das hat bestimmte Gründe, die ich euch im Folgenden gerne näher erläutern möchte...
Gemeinhin wird jeglicher Schmuck, der im Gegensatz zu "Echtschmuck" nicht komplett aus Edelmetallen wie Silber, Gold, Platin etc. und/oder mit Edelsteinen gefertigt ist, gern über einen Kamm geschoren und zusammen in die Schublade "Modeschmuck" gesteckt. Mit dieser Vorgehensweise der Mode- und Schmuckindustrie kann ich überhaupt nichts anfangen. Ich finde den Begriff abwertend und unpassend für Schmuck aus Perlen, Perlmutt und (Halb-)Edelsteinen, wie ich und viele Gleichgesinnte ihn designen und eigenhändig herstellen.
Unter Modeschmuck verstehe ich industriell hergestellte Ketten, Armbänder, Ringe, Ohrringe etc., die zumeist aus Kunststoffperlen oder Strass gearbeitet sind und als Massenware im einschlägigen Einzelhandel und großen Warenhäusern "verhökert" werden.
Dieser Modeschmuck hat nichts mit Individualität zu tun und folgt tatsächlich nur Modeströmungen, die in der nächsten Saison schon wieder im wahrsten Sinne "out", also "aus der Mode" sind.
Wenn ich Schmuck designe, folge ich grundsätzlich der Bestrebung, etwas Einzigartiges zu schaffen, das ich so gut wie ganzjährig tragen kann und an dem ich auch über Jahre Spaß habe. Mit so gut wie ganzjährig meine ich Schmuckstücke wie die maritime Y-Kette, die thematisch natürlich eher in eine bestimmte Saison oder zu bestimmten Anlässen passen, die ich aber trotzdem jedes Jahr aufs Neue tragen kann und werde, weil ich sie nach meinem persönlichen Geschmack erstellt habe.
Manche meiner Schmuckstücke entstehen selbstverständlich auch zunächst nach einer Vorlage, wenn diese mir besonders gut gefällt. Meistens verwende ich diese Vorlagen dann aber als Inspiration, wandle sie nach meinen Vorstellungen um und erschaffe somit wieder etwas neues Eigenes.
Also, in diesem Bericht konnte ich euch vielleicht deutlich machen, warum ich es nicht mag, wenn selbst gefertigter Schmuck unter den Begriff "Modeschmuck" gefasst wird. Nach meinem Empfinden wird er den Ideen, der Liebe und Arbeit nicht gerecht, die man als passionierte Schmuckdesignerin, wie ich es bin, in das Fertigen jedes einzelnen Schmuckstückes hineinlegt.
Ein Beitrag von Cindy in der Rubrik Sonstiges
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